In Havariefällen wie Stromausfall muss bei uns nicht gleich in ein Baumhaus umgezogen werden. Aber selbst dort geht bei uns nichts ohne Strom, wie man sehen kann…
Wie es in Wirklichkeit ist ohne Strom, darüber hat Leif in der 5. Klasse einen Schulaufsatz geschrieben.

Es war Freitag und der Morgen begann wie immer. Aron und ich wollten noch etwas spielen. Als Mama rief zur Abfahrt, sprangen wir schnell ins Auto und wollten losfahren. „Mist, das Tor geht nicht auf!“ rief Mama. Sofort stieg sie aus und öffnete das Tor mit der Hand. Nach der Schule erzählte mir Mama, was ihr noch alles passiert ist. Sie sagte: „Leif, deine Fische schwimmen im Dunkeln, die Waschmaschine steht halb voll mit Wasser, der Kühlschrank kühlt nicht mehr, ich konnte mir keinen Kaffee kochen, denn die Kaffeemaschine funktionierte nicht, mein Akku vom Handy ist leer und ich konnte somit kein Telefonat führen.“

Wir hatten keinen Strom – und das den ganzen Tag. Und so ging es weiter.

Wir konnten kein Fernsehen. Das war für Aron und mich sehr traurig, da heute unser Fernsehabend war. Daraus wurde für uns ein gemütlicher Spieleabend. Nach dem Spielen gingen wir runter in den Keller, um mit dem Campingkocher auf der Terrasse zu kochen und zu essen. Als wir die eingefrorenen Würstchen aus dem Gefrierschrank nehmen wollten, ist Mama ganz käsebleich geworden, denn der Gefrierschrank ist abgetaut gewesen. Papa sagt: „Nicht aufmachen, denn sonst kommt noch mehr Wärme rein!“ Leider mussten wir den ganzen Inhalt in den Müll werfen, denn es war schlecht geworden. Nachdem wir nun Nudeln gegessen haben und es so dunkel war, dass wir nur schwer sehen konnten, sind wir ins Bett gegangen.

Das Lustige ist, mein Papa hat eine Elektro-Firma mit dem Logospruch „Alles geht elektrisch“. Aber wenn kein Strom fließt, funktionieren auch keine elektrischen Geräte. An so einem Tag merkt man, wie abhängig wir bereits vom Strom sind.